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Ätherische Öle für die Haare – So wirksam sind sie bei Haarproblemen

07.06.2021
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Lara

Haarpflege ist ein Thema, dem wir uns wohl genauso gerne widmen, wie der Hautpflege. Shampoos, Spülungen und Haarkuren sammeln sich ganz schnell an und liegen dann in der Schublade, weil sie nicht den gewünschten Erfolg erzielt haben. Aber wie pflegst du deine Haare richtig? Um deine kaputten Haare zu pflegen, brauchst du gar keine Unmengen an Haarpflegeprodukten, sondern nur ein paar ätherische Öle, die deinem Haar durch natürliche Haarpflege wieder Glanz verleihen.

Was sind ätherische Öle?

Schon das Wort „ätherisch“, das sich von dem griechischen Begriff „aither“ ableitet und so viel wie „himmlisch“ bedeutet, verrät dass es sich um ganz besondere Öle handelt. Die hochkonzentrierten Pflanzenstoffe stammen aus den Blättern oder Blüten einer Pflanze, genauer gesagt: aus den Öldrüsen. Sie sind winzige Tröpfchen, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen. Denn die ätherischen Öle verflüchtigen sich leicht und fetten nicht. Deshalb hinterlassen sie keine Fettflecken, aber sie lassen sich gut in Alkohol oder Basisölen wie Jojobaöl lösen und weiterverarbeiten.

Wie stellt man ätherische Öle her?

Die Herstellung ätherischer Öle ist sehr aufwändig. Sie werden durch verschiedenste Methoden gewonnen, jedoch ist die verbreiteste wohl die Wasserdampfdestillation. Bei diesem Verfahren werden die Pflanzen, Blätter oder Blüten über Wasserdampf erhitzt, die gelösten Duftstoffe werden in einen abgekühlten Kessel weitergeleitet, wo die ätherischen Tröpfchen aufgefangen werden. Die Kaltpressung dagegen wird eher bei Zitrusfrüchten angewandt, da sich deren Duftstoffe in der Schale befinden. Möchtest du dein ätherisches Öl gerne selber machen? Für DIY-Experimente eignen sich die Extraktion durch Alkohol oder Basisöle. Also sammle bei deinem nächsten Spaziergang ein paar Blüten oder schneide etwas Lavendel aus dem Garten.

Für die Herstellung wird sehr viel Pflanzenmaterial benötigt, um auch nur ein paar Tropfen der Essenz gewinnen zu können. Aus diesem Grund zahlst du für reine Öle auch mal ein bisschen mehr. Die etwas günstigeren Öle sind meistens getreckt oder aus künstlichen Aromastoffen hergestellt und eignen sich nicht zur Körperpflege. Im schlimmsten Fall können sie sogar Reizungen oder Allergien auslösen. Achte beim Kauf darauf, dass du zertifizierte und hochwertige oder Bio-Produkte nimmst. Auf dem Etikett kannst du nachlesen, ob es sich um 100% rein ätherisches Öl handelt und ob es zur äußeren oder inneren Anwendung gedacht ist.

Wie wirken ätherische Öle?

Die Wirkung von ätherischen Ölen ist nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Sie bauen Stress ab, sorgen für Entspannung und können die Stimmung aufhellen. Deshalb werden sie auch in der Aromatherapie verwendet und werden z.B. bei Einschlafstörungen oder Angstzuständen eingesetzt. Die Aufnahme der Duftstoffe erfolgt über die Haut oder die Schleimhäute. Wird etwas ätherisches Öl auf der Haut verteilt, so ist es bereits einige Minuten später im Blut nachweisbar. Und ca. 1-2 Stunden nach der Anwendung lassen sich die Essenzen in der ausgeatmeten Luft belegen. Das liegt daran, dass die ätherischen Öle hochkonzentriert sind. So benötigt man ca. 100 kg Rosmarin für 400 ml Rosmarinöl.

5 ätherische Öle für optimale Haarpflege

Für natürliche Haarpflege kannst du auf eine Handvoll ätherischer Öle zurückgreifen. Denn diese 5 Essenzen sind gut, um kaputte Haare zu pflegen und das Haarwachstum zu fördern. Achte allerdings darauf, dass du reine Öle benutzt, die du am besten mit etwas Kokos- oder Olivenöl verdünnst. Egal wie du die natürlichen Öle anwendest, lass sie ein paar Minuten einwirken, bevor du sie wieder auswäscht.

Rosmarinöl

Schuppen adè! Das Rosmarinöl wirkt beruhigend auf die Kopfhaut und beugt Schuppen vor oder kann Abhilfe bei juckender und schuppiger Kopfhaut leisten. Die Durchblutung wird bis in die Haarwurzeln angeregt, wodurch sich das Haarwachstum beschleunigt. Das gestärkte Haar riecht nicht nur gut, sondern lässt sich auch besser durchkämmen und bekommt seinen natürlichen Glanz zurück.

Geranienöl

Geranien kennst du bisher nur als Zierpflanzen vom Balkon? Sie machen nicht nur deinen Balkon schöner, sondern auch dein Haar. Nur ein paar Tropfen davon, reparieren beschädigtes Haar. Denn es fördert die Durchblutung der Kopfhaut, wodurch die Regeneration der Haare angeregt wird. Durch die Anwendung von Geranienöl wird die Talproduktion reguliert und die Haare fetten nicht mehr so schnell.

Sandelholzöl

Hast du Haarausfall oder wächst dein Haar zu langsam? Dann pflege dir deine Haare gesund und zwar mit Sandelholzöl. Eine Studie hat nämlich ergeben, dass die Haarfollikel, (eine Einstülpung der Oberhaut, in der die Haarwurzel eingebettet ist) positiv auf Sandelholz reagieren und die Wachstumsphase dadurch verlängert wird. Das Haarwachstum wird angeregt und sie wachsen schneller.

Thymianöl

Thymian wird auch als natürliches Antibiotikum bezeichnet und hat eine antibakterielle Wirkung. Massierst du deine Kopfhaut damit, sind fettige Schuppen bald weg. Und auch die Durchblutung wird angeregt, wodurch du deine Haare bis in die Wurzeln stärkst. So kann Haarausfall verringert werden, wenn dieser nicht genetisch oder hormonell bedingt ist.

YlangYlang Öl

Mit YlangYlang Öl riecht es nach Urlaub auf deinem Kopf und schenkt auch deinen Haaren etwas Erholung. Denn bei trockenen Haaren ist es die perfekte Haarpflege, um wieder zu gesundem Glanz zu kommen. Es stärkt die Haare und sorgt für mehr Volumen. Und wenn du mal nicht so gut drauf bist, dann kannst du auch mal daran riechen, weil es stimmungsaufhellend wirkt.

4 Haartypen und ihre Probleme

Wie du deine Haare richtig pflegen kannst, hängt von deinem Haartyp ab. Es gibt grob gesagt 4 verschiedene Haartypen: glattes Haar, welliges Haar, lockiges Haar und krauses Haar.

Glattes Haar (Straight Hair):

Wenn dein Haar wirklich immer glatt ist und sich auch nach dem Duschen nicht wellt, dann gehörst du dem Straight Hair-Typ. Hast du oft das Problem, dass deine Haare einfach zu platt sind, der Ansatz schnell fettet und die Spitzen schnell trocken und ausgefranst sind? Dann vermisch ein paar Tropfen Sandelholz- und Ylang Ylang Öl mit etwas Kokosöl und massiere die natürliche Haarpflege vom Ansatz in die Spitzen ein. Dadurch wird deine Kopfhaut sowie die Haarwurzeln gestärkt und die Spitzen bekommen wieder Feuchtigkeit – dein Haar erstrahlt wieder in vollem Glanz.

Welliges Haar (Wavy Hair):

Du denkst du hast glattes Haar, aber wenn es nass wird, fängt es an sich leicht zu wellen? Dann bist du eher der Typ Wavy Hair. Welliges Haar braucht meistens etwas weniger Feuchtigkeit als lockiges Haar. Und um deine natürlichen Wellen zu stärken, kannst du etwas Rosmarinöl in dein Shampoo mischen. Denn dadurch wird die Durchblutung der Kopfhaut angeregt und dein Haar wird bis in die Spitzen gestärkt.

Lockiges Haar (Curly Hair):

Dass du der Curly Hair-Typ bist, lässt sich nicht verbergen, weil dir deine Locken ums Gesicht tanzen? Lockige Haare sind oft strapaziert und trocken, deshalb brauchen sie viel Feuchtigkeit. Kokosöl zieht schnell ein und gibt dem Haar die benötigtet Feuchtigkeit. Zusammen mit etwas Geranienöl wirkt es wie ein Haar-Reparatur-Kur.

Krauses Haar (Kinky Hair):

Wenn sich deine Locken kaum bändigen lassen und schnell trocken und spröde sind, dann bist du wohl der Kinky Hair-Typ. Deshalb greif am besten auf eine Mischung aus Rosmarin-, Thymian- und Kokosöl zurück, damit deine Locken ihre Sprungkraft zurückbekommen.

So wendest du ätherische Öle zur Haarpflege an

Für ein gesundes und kräftiges Haar, brauchst du erstmal eine gesunde Kopfhaut. Denn wenn diese durch diverse Stylingprodukte oder Colorationen angegriffen ist, wirkt sich das auf das gesamte Haar aus. Du kannst deine Haare aber wieder mit Hilfe von ätherischen Ölen gesund pflegen.

Wenn du Naturkosmetik für Haarpflege ausprobieren möchtest, dann solltest du immer ein Basisöl wie Kokosöl, Arganöl oder ein gutes Olivenöl parat haben. Denn die ätherischen Öle sollten nur als Zusatz verwendet werden, weil die Wirkungskraft der reinen Essenzen so stark ist.

Haarkur mit ätherischen Ölen

Für eine schnelle Haarkur vermischst du ca. 50 ml Basisöl mit 3-5 Tropfen eines von dir ausgewählten ätherischen Öls. Massiere die Ölmischung vom Ansatz bis in die Spitzen und lass die Kur ein paar Minuten einwirken, bevor du sie mit lauwarmem Wasser ausspülst. Du kannst sie für mehr Intensivität natürlich auch über Nacht einwirken lassen.

Für eine weitere Variante vermischt du einen Becher Joghurt mit etwas Honig und dem von dir ausgewählten ätherischen Öl. Einfach wieder einmassieren, einwirken lassen und ausspülen. Und falls sich das ätherische Öl auch zum Verzehr eignet, kannst du den Rest der Kur einfach unter’s Müsli rühren.

Haarspülung mit ätherischen Ölen

Diese Haarspülung ist ganz schnell und einfach selbst gemacht. Du musst lediglich lauwarmes Wasser mit ein paar Tropfen ätherischen Öls versetzen und nach dem Waschen ins Haar massieren.

Haarshampoo mit ätherischen Ölen

Natürliche Haarpflege kann so leicht sein. Mische einfach ca. 8-10 Tropfen ätherisches Öl unter ca. 100 ml Shampoo. Du kannst es ganz normal anwenden und tust deinen Haaren mit jeder Wäsche etwas Gutes.

Haarpflegespray für Unterwegs

Wenn deine Haare mal schnell gepimpt werden müssen, mach dir einfach ein Spray mit ätherischen Ölen selber, das du überall mit hinnehmen kannst. Dafür brauchst du nur ein kleines Fläschchen mit Zerstäuberaufsatz, Jojobaöl und natürlich dein favorisiertes ätherisches Öl. Alles mixen, sprühen und gut aussehen.

Ätherische Öle für schönes Haar

Mit ihren antibakteriellen und stärkenden Eigenschaften wirken sich ätherische Öle positiv auf das Haar aus. Für reine Essenzen musst du zwar etwas tiefer in die Tasche greifen, aber es wird sich lohnen. Ob du nun dein Haarwachstum fördern, den Schuppen den Kampf ansagen oder einfach nur kraftvolles und glänzendes Haar möchtest – die ätherischen Öle sind eine echte Wunderwaffe der Naturkosmetik. Du kannst deine natürlichen Haarpflegeprodukte so schnell und einfach selber machen und auch noch ganz individuell nach deinen Bedürfnissen anpassen. Und falls du mal wieder was Selbstgemachtes verschenken möchtest, eignet sich ein DIY-Haarpflegespray hervorragend dafür.

Um schöne Haare zu bekommen, ist eine regelmäßige Anwendung der natürlichen Haarpflege mit ätherischen Ölen wichtig. Mit einer Einmalkur tust du deinen kaputten Haaren zwar was Gutes, einen Erfolg wirst du allerdings erst nach mehrfacher Anwendung feststellen können. Also probier’s doch einfach mal aus.

Lara

Lara ist oft in der Küche zu finden, wo sie sich an neuen Rezepten versucht, die ihre Freunde mit großem Vergnügen testen. Aber nicht nur Ernährung spielt in ihrem Leben eine große Rolle, auch Kultur und die Natur. Konzerte, Ausstellungen oder Wanderungen – mit Lara wird’s nie langweilig.